NLA: Entäuschender Start im Halbfinale
Bei heissen Walliser Temperaturen ging es ins erste Drittel. Nachdem der Torhüter der Kernenrieder einen Penalty souverän abgewehrt hat, nahm das Spiel der Rieder so richtig Fahrt auf. In der fünften Minute konnten die Gäste zum 1:0 einnetzen. Doch auch die Lions zeigten ein erstes Mal ihre Zähne und antworteten prompt mit dem 1:1. Im Verlauf des ersten Drittels legten die Bulldozers zweimal vor, wobei ihr drittes Tor unbeantwortet blieb. Mit 3:2 für die Gäste ging es also in die erste Pause. Kurz nach Wiederanpfiff konnten die Berner ein Powerplay verwerten und auf 4:2 erhöhen. Darauf erhöhten die Walliser das Tempo und konnten die Gäste über längere Zeit in deren Zone einschnüren. Bis kurz vor Ende des zweiten Drittels erzielte das Heimteam sage und schreibe vier Tore und stellte das Resultat auf 4:6. Die Bulldozers konnten mit dem 5:6 vier Sekunden vor der zweiten Pause den Anschlusstreffer realisieren. Mit einem Tor Rückstand ging es also ins Schlussdrittel. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang der Ausgleich. Das Spiel war nach wie vor intensiv, wobei die Bulldozers mit Laufarbeit die unbestreitbare individuelle Klasse der Lions zu neutralisieren versuchten. Der Dolch ins schwarz-grüne Herz der Gäste kam in der 55. Minute mit dem 6:7. Dieser Rückstand konnten die Rieder trotz allen Bemühungen nicht wettmachen. Dieses erste Spiel wäre für die Rieder zu gewinnen gewesen. Trotz dieser ärgerlichen Niederlage galt es nun wieder aufzustehen und am nächsten Tag im Heimspiel neu zu beginnen und die Serie auszugleichen.
Das zweite Spiel begann ausgeglichen. Beide Teams hatten ihre Spielanteile. Die Lions konnten am Sonntag vorlegen und netzten mit einem Weitschuss zum 0:1 ein. Wie am Vortag wurde dieser Zähler schnell beantwortet und die Bulldozers stellten auf 1:1. Das Heimteam war in dieser Phase sehr bemüht und versuchte die statische Abwehr der Gäste auszunutzen. Dies gelang auch kurz nach dem Ausgleich, doch der 2:1 Vorsprung war nicht von Dauer und zur 17. Minute stand es 2:2. Das zweite Drittel begann für die Rieder denkbar schlecht, man musste sich gleich einer doppelten Überzahl stellen. Aufopferungsvoll wurde das Tor von Keeper Messer verteidigt, doch ganz zu Ende dieser Phase fiel dann doch das 2:3. Die Rieder liessen den Kopf aber nicht hängen sondern gingen zum Angriff über, was sogleich zum erneuten Ausgleich führte. Mit dem Zwischenstand von 3:3 ging es ins letzte Drittel dieses langen Wochenendes. Die Bulldozers begannen nun unnötige Strafen zu nehmen. Ironischerweise überstand man die beiden Unterzahlsituationen zwischen der 40. und 50. Minute schadlos, dennoch musste man in dieser Zeitspanne zwei Gegentreffer einstecken. In der 52. Minute konnte zwar der Anschlusstreffer erzielt werden, doch nur Minuten später konnten die Walliser auf 4:6 erhöhen. Die Rieder mussten nun volles Risiko eingehen und ersetzten bereits vier Minuten vor Schluss den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler. Dies würde den Sieg jedoch nicht retten, im Gegenteil, das Spiel endete mit 4:8 für die Gäste. Die Bulldozers waren am Ende schlichtweg nicht präzise und clever genug, eine Tendenz, die sich durch das ganze Wochenende zog. Die Berner brachten sich oft selbst in ungünstige Situationen, sei es durch unnötige Strafen, vermeidbare Ballverluste oder unkonzentrierte Defensivarbeit.
In der Serie steht es somit 0:2. Nächsten Samstag in Sierre bietet sich den Bulldozers die letzte Chance mit einem Sieg, die Serie und somit die gesamte Saison zu verlängern.