, David Andrist

Knappe Niederlage gegen den Meister

Am vergangenen Samstag hatte das Fanionteam der Bulldozers ein Heimspiel gegen die Sierre Lions. Die Bulldozers hatten das Hinspiel im Wallis gewinnen können und wollten diese Leistung mit einem Sieg im Rückspiel bestätigen.

Einiges sprach für das Heimteam: Diese Saison hatte man sehr gute Leistungen gezeigt und nur gegen die Rebells aus Oberwil verloren, ausserdem war man bis anhin zu Hause meist etwas sattelfester als auswärts. Im Gegensatz dazu taten sich die traditionell starken Lions diese Saison eher schwer. Nichtsdestotrotz wussten die Bulldozers auch, dass ein Spiel gegen den letztjährigen Meister Sierre niemals einfach ist und dass es erneut eine Topleistung brauchen würde um diesen Gegner zu schlagen.

 

Zum Start wurden die Bulldozers gleich etwas überrumpelt. Die Siderser konnten mit schnellem Forechecking die Bulldozers in deren defensiven Zone einschnüren. Kleine, individuelle Fehler wussten sie gnadenlos auszunutzen und konnten schon in der dritten Minute zum 0:1 einnetzen. Dies sollte den Bulldozers ein Weckruf sein. Jedem war nun klar, dass es einen ausserordentlichen Effort brauchen würde um diesem Gegner Paroli zu bieten. Und tatsächlich fand man in den folgenden Minuten besser ins Spiel. Allerdings begann das Heimteam nun Strafen zu nehmen. Das Boxplay der Bulldozers zeigte sich an diesem Samstag glücklicherweise von seiner besten Seite und man überstand zwei Unterzahlsituationen unbeschadet. So ging es mit dem Zwischenstand von 0:1 in die erste Pause.

 

Die Bulldozers starteten mit neuem Elan ins zweite Drittel. So ballsicher und torgefährlich die Lions auch waren, in der Defensive liessen sie einiges zu. So konnten die Rieder nach durch hartnäckige Bearbeitung des gegnerischen Tors zum 1:1 ausgleichen. Diesen Schwung hätte man nun mitnehmen sollen. Jedoch nahmen die Bulldozers in den folgenden Minuten gleich drei Zweiminutenstrafen und sahen sich wieder mit dem Powerplay der Gäste konfrontiert. Wieder konnten diese schadlos überstanden werden, vom Momentum des Torerfolgs war jedoch danach nicht mehr viel zu spüren. Noch vor Ende des Drittels konnten die Walliser wieder mehr Druck ausüben und das Heimteam zu Fehlern zwingen, was im 1:2 und gar dem 1:3 resultierte. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die zweite Pause.

 

Zu Beginn des letzten Drittels erhielten die Bulldozers die Chance, ihrerseits in Überzahl zu agieren. Jedoch erwies sich das Powerplay der Rieder ebenso ineffektiv wie das der Lions zuvor und die Gelegenheit verstrich ungenutzt. Davon liess sich das Heimteam aber nicht verunsichern. Zwei Tore sind ein mehr als aufholbarer Rückstand und im Gegensatz zu den zunehmend müde wirkenden Gästen konnten die Bulldozers in Sachen Intensität und Tempo noch eine Schippe drauf legen. Fünf Minuten vor Ende des Spiels gelang den Bulldozers dadurch der Befreiungsschlag. Mit einem Doppelschlag egalisierten die Berner den Vorsprung der Walliser. Und es kam sogar noch besser: Sierre nahm eine Strafe und die Bulldozers konnten für die letzten Minuten in Überzahl agieren. Angesichts dieser Gelegenheit waren die Dozers wohl etwas zu enthusiastisch und gaben den Vorteil mit einer Strafe ihrerseits in Minutenfrist wieder aus den Händen. Es kam nun knüppeldick für das Heimteam, denn nach einem Bully gelangte ein Schuss etwas glücklich in die Maschen der Kernenrieder. Mit 3:4 musste man sich nach letzten verzweifelten Bemühungen geschlagen geben. 

 

Diese Niederlage zeigte den Bulldozers, dass eine durchschnittliche Leistung nicht reicht, um Top-Teams zu besiegen. Gleich nächste Woche wird es wieder eine ausserordentliche Leistung brauchen, denn das Auswärtsspiel gegen die bisher unbesiegten Oberwil Rebells steht an.