Cup-Aus in Oberwil am vergangenen Sonntag
Energiegeladene Stimmung füllt die Garderobe der Rieder vor Beginn des Spiels und lässt die Wände durch die Motivationsrede fast erschüttern. Aufgrund von diversen Spielen im Zugerland fiel der Startpfiff erst um 16:00, von Abend-Schläfrigkeit jedoch keine Spur und entsprechend dynamisch sind auch die ersten Ballberührungen und Pässe. Doch all das hilft nichts, wenn bereits in der zweiten Minute 0:1 auf der Anzeigetafel steht. Ein kleiner Fehler im defensiven Bereich führte zu diesem frühen Rückstand. Die Einstellung der Gäste stimmte aber weiterhin und der Ausgleich liess nicht lange auf sich warten. Nach einem Offensivbully ist es Stucki der einen schönen Lauf startet und im richtigen Moment den Pass in den Slot spielt, wo Bütikofer den Ball zum 1:1 einnetzt. Mit starker Laufarbeit und Spielgeschick fordern die Dozers den Gegner anschliessend so stark, dass diese innerhalb kürzester Zeit zwei Strafen hinnehmen müssen. Mit doppelter Überzahl ermöglicht sich dem Fanionenteam eine riesige Chance in Führung zu gehen – leider verstreichen die Minuten jedoch ohne zählbares. Das Tempo bleibt jedoch hoch und die Innerschweizer bringen den Ball nicht aus der Zone. Mit einem geschickten Pass und ebenso gezielten Schuss erzielen die Gebrüder Bütikofer das verdiente 2:1. Damit geht auch das erste Drittel zu Ende.
Der zweite Abschnitt geht dann gleich mit 0:3 verloren und die Berner konnten ihre Energie aus dem ersten Drittel nicht mitnehmen. Doch der Reihe nach. Wieder erzielen die Lokalmatadoren in der zweiten Minute einen Treffer und gleichen so das Spiel auf 2:2 aus. Zwar geschieht auf der Matchuhr eine gewisse Zeit nichts abgesehen der Spielzeit, doch auf dem Feld dominieren die Oberwiler nun klar und gehen nach 23 Minuten erneut in Führung. Zu viele Strafen der Rieder folgen und nun mussten die Bulldozers einer doppelten Unterzahl ins Auge schauen. Trotz eines guten Boxspiels fällt ein weiterer Treffer zum 2:4.
Auch der letzte Abschnitt ist geprägt von einigen Strafen. Da sich die Gäste jedoch fangen konnten, sind diese Vergehen nun auf beiden Seiten. Zwar kassierte man auch kein Tor mehr bis zum Seitenwechsel in der Mitte des Drittels, erzielte aber selbst auch keines. Wie so oft heisst es dann: «Alles oder nichts!» Nach einem Timeout wird Torhüter Messer durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Da die Zuger noch eine Strafe absitzen heisst es für eine gewisse Zeit 6 gegen 4 Spieler. Es sollte aber nicht mehr sein. Anstatt einen Treffer in Überzahl zu erzielen, fällt die Entscheidung für die Oberwiler Rebells rund zwei Minuten vor Schluss mit dem Schuss aufs leere Tor. Nach diesem 2:5 ist der anschliessend zweite Empty-Netter nur noch Resultatkosmetik.
Mit 2:6 müssen sich die Rieder geschlagen geben in einem anfangs sehr knappen Spiel und einem Comeback im letzten Abschnitt – entsprechend bitter und enttäuscht die Gesichter der jungen Dozers. Nächstes Wochenende empfangen die Bulldozers die Sierre Lions in der Faes Bau Arena.