, Jonathan Hohl

Sieg im Wallis zum Saisonstart

Die erste Mannschaft gewann zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auswärts in Sierre gegen den amtierenden Schweizermeister. Somit setzte das Fanionteam gleich im ersten Spiel ein Ausrufezeichen und bestätigte den Aufwärtstrend, der man sich über die letzten Jahren erarbeitet hatte.

Die Ausgangslage war für beide Teams ungewiss, da eine neue Saison immer Veränderungen auf allen Seiten mit sich bringt. Dennoch waren die Lions aus dem Wallis als letztjährige Schweizermeister die klaren Favoriten. Die Dozers hatten also nichts zu verlieren und ausserdem eine offene Rechnung: in den letzten zwei Saisons musste man sich gegen die Siderser im Playoff-Halbfinal geschlagen geben. Entsprechend motiviert war die Equipe aus dem Mittelland trotz Underdog-Rolle einen Saisonstart nach Mass hinzulegen. 

 

Der Start des Spiels gelang den Bulldozers beinahe optimal. Bereits nach 25 Sekunden konnte Fund gekonnt einen Prellball aus der Luft ins Tor des Heimteams spedieren. Die Dozers zeigten sich defensiv agressiv, was bekanntlich zu Strafen führen kann. Eine erste Strafe überstand man schadlos. Allerdings machten die Lions weiter Druck, die Defensivarbeit der Gäste war kurz ungenügend und schon konnten die Walliser zum 1:1 einnetzen. Auch in ihrem zweiten Powerplay zeigte das Heimteam einmal mehr seine Qualität und nutzte die Chance um auf 1:2 zu erhöhen. Das Fanionteam zeigte sich von diesem Rückstand unbeeindruckt und egalisierte seinerseits im Powerplay. Löic Bütikofer musste einen sehenswerten Pass quer durch die Box der Lions nur noch ins leere Tor schlagen. Somit endete das erste Drittel ausgeglichen mit 2:2. 

 

Auch der Start ins zweite Drittel gelang den Gästen. Man machte sogleich Druck auf die Defensive der Sonnenstädter und zwang diese so zu Fehler. In der 22. Minute trug diese Arbeit auch Früchte und Fund konnte mit seinem zweiten Treffer des Spiels auf 3:2 erhöhen. Die Sierre Lions spielen selbst gerne offensives Hockey. Im gegenzug zeigten sie sich an diesem Sonntag in der Defensive eher faul. Ob die Bulldozers ihnen zu schnell waren oder ob die Kondition der Lions aufgrund ihres schmäleren Kaders an ihre Grenzen kam ist nicht klar. Fakt ist jedoch, dass die Walliser weitere Strafen nahmen. Das Powerplay der Kernenrieder funktionierte jedoch nicht ganz wie gewünscht und man konnte die sich bietenden Chancen nicht in Zählbares ummünzen. Erst in der 30. Minute gelang Tschamper zum Ende des zweiten Powerplays der Rieder in diesem Drittel der wohlverdiente vierte Treffer. Der Rest des Drittels verlief ausgeglichen. Beide Teams hatten ihre Chancen, konnten diese jedoch nicht nutzen. So endete das zweite Drittel mit 4:2 für die Gäste. 

 

Im letzten Drittel kam es zu einer weiter Premiere. Der tschechische Neuzugang Daniel Zamecnik konnte sein erstes Tor auf Schweizerboden erzielen. Der junge Verteidiger aus Prag konnte mit einem raffinierten Ablenker auf 5:2 stellen. Jaussi legte keine Minute später infolge eines sehenswerten Break-Aways nach und erhöhte auf 6:2. So fanden sich die Rieder nach 50 Minuten in der ungewohnten Lage mit vier Toren Vorsprung gegen die Sierre Lions zu führen. Man war entschlossen diesen Sieg nicht mehr aus den Händen zu geben. Mit Abgeklärtheit und Fokus sollte die Partie zu Ende gespielt werden. Jedes aufbäumen, das die Löwen noch in sich hatten wurde mit Laufbereitschaft und Kampfeswillen niedergerungen. So blieb dem amtierenden Schweizermeister nichts anderes übrig als diese Niederlage hinzunehmen und sich die Wunden zu lecken. Die Bulldozers andererseits konnten am Ende die verdienten ersten drei Punkte einstreichen.

 

Dieser Sieg schmeckte nach den Playoffausscheidungen der letzten Jahre gegen ebendiesen Gegner umso süsser. Zuviel sollten sich die Kernenrieder auf diesen Sieg aber nicht einbilden, denn am nächsten Wochenende wartet das Heimspiel gegen den Ligakrösus aus Oberwil, gegen den es noch einmal eine Leistungssteigerung brauchen wird.