, David Andrist

Durchzogener Jahresabschluss der Bulldozers

Bereits nach Erhalt des Spielplans war klar, dass die Partie vom Freitagabend, 12.12.2025, für das Fanionteam der Bulldozers speziell werden würde. Anpfiff um 20.00 Uhr in La Chaux-de-Fonds bedeutete eine entsprechend frühe Besammlung, eine kurze Vorbereitungszeit sowie die Anreise mit einem knappen Kader in die Uhrenstadt.

Vom schmalen Kader war im ersten Drittel jedoch nichts zu spüren. Die Gäste nahmen das Spielgeschehen von Beginn weg in die Hand, hielten den Ball fast ausschliesslich in den eigenen Reihen, erspielten sich mehrere gute Chancen und gingen folgerichtig in Führung. Dafür brauchte es allerdings eine Bullysituation mit direktem Abschluss, um den mehr als verdienten Führungstreffer zu erzielen. Kurz darauf führte eine kleine Strafe gegen die Gäste zum Ausgleich: Ein präziser Schuss fand den Weg ins Tor.

 

Das zweite Drittel war ein Ebenbild des ersten. Bei gleicher Spieleranzahl dominierten die Gäste weiterhin das Spiel, während die Gastgeber einzig im Powerplay gefährlich wurden. Der erneute Führungstreffer für die Gäste war hochverdient.

Auch im letzten Drittel hatte man die Partie grundsätzlich unter Kontrolle, jedoch kam es immer wieder zu unnötigen Strafen. In der 57. Minute wurde eine solche Boxsituation ausgenutzt, Weitschuss, Ablenker, Tor. Der einzige Makel dabei: Der Ablenker erfolgte klar über der Latte, weshalb der Treffer als regelwidrig zu werten gewesen wäre - unverständlicherweise entschieden die Schiedsrichter jedoch anders. Es kam noch bitterer. In einer weiteren Unterzahlsituation erzielten die Gastgeber ein mustergültiges Bullytor und machten mit einem anschliessenden Empty-Net-Treffer alles klar zum 4:2.

 

Zusammenfassend muss festgehalten werden, dass sowohl die Chancenauswertung als auch das Powerplay ungenügend waren. Auch aus der objektiven Dominanz bei Spielergleichzahl resultierte zu wenig Ertrag. In Kombination mit dem erwähnten fragwürdigen Entscheid ergibt sich unter dem Strich eine unnötige, jedoch auch selbstverschuldete Niederlage. Die Partie hätte nicht bis zum Schluss offen sein dürfen.

Bereits am Sonntag bietet sich im letzten Spiel des Jahres 2025 die Chance, auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Einfach wird dies nicht, gespielt wird auf dem ungewohnten Asphalt – es braucht eine geschlossene Teamleistung der Rieder.

 

So reisten die Bulldozers am Sonntag nach Grenchen – Derbytime. Die Spiele gegen den SHC Grenchen-Limpachtal sind immer hart geführt und beide Teams sind topmotiviert.

 

Die Partie startete dementsprechend ausgeglichen. Beide Mannschaften schenkten sich von Anfang an nichts. Trotz ungewohntem Belag für die Rieder erarbeiteten auch sie sich gute Chancen. Die Zweikämpfe wurden hart geführt und die Torhüter beider Teams hatten zu tun. Entscheidend durchsetzen konnte sich jedoch im ersten Drittel keine Mannschaft, einzig ein paar Strafen fanden den Weg aufs Matchblatt.

 

Ähnlich weiter ging es im Mitteldrittel. Auf beiden Seiten gab es Chancen zur Führung. Je eine Überzahlsituation wurde von den Gastgebern und den Gästen nicht verwertet. Kurz nachdem die Bulldozers wieder komplett agieren konnten, gelang Pascal Stucki mit einem Distanzschuss in den Winkel das befreiende 0:1. Rund fünf Minuten hielt diese Führung stand, bis Mattli für die Grenchner den Ausgleich erzielen konnte. Zum Glück für die Gäste konnte direkt reagiert werden und Fabian Jaussi erzielte nach einem mustergültigen Konter den erneuten Führungstreffer via Pfosten, gerade mal 28 Sekunden nach dem Ausgleich. Das Momentum kippte nun etwas auf die Seite der Bulldozers und die Offensivaktionen vor dem Tor der Gastgeber häuften sich. In der Folge war es Michel Bütikofer, der in der 39. Minute allein aufs Tor ziehen konnte und auf der Backhand vollendete zum Pausenstand von 1:3.

 

Im letzten Drittel wurde das Spiel zunehmend etwas ruppiger und die Grenchner mussten vermehrt auf die Kühlbox. In der 47. Minute gelang Hohl im Powerplay aus spitzem Winkel das 1:4. Nach dem Treffer spielten die Gäste vermehrt im Powerplay, liessen die Chancen jedoch ungenutzt. In der 57. Minute nahm Grenchen das Timeout, um nochmals auf den Ausgleich zu drücken. Die Bulldozers wussten sich zu helfen und spielten abgeklärt weiter, spätestens nach einer weiteren Strafe gegen die Hausherren war die Partie dann entschieden. Tore gab es keine weiteren und so ging das Derby 1:4 aus.

 

Die Bulldozers konnten vor der Weihnachtspause also zurück zum Siegen finden und somit dürfen sie auch auf dem zweiten Tabellenrang der Qualifikation überwintern. Nach der Weihnachtspause geht es am 20.02.26 zu Hause gegen Belp weiter, eine Woche zuvor bestreiten die Bulldozers die Pilsen Challenge, um sich auf die verbleibenden Spiele vorzubereiten.